Der Einfluss der Nabelschnurblut-Therapie im Jahr 2020
Um den National Cord Blood Awareness Month und den Beginn eines neuen Jahrzehnts zu feiern, wirft Future Health Biobank einen Blick darauf, wie Nabelschnurblut-Stammzellen mit Hilfe der Nabelschnurblutbank unsere Gesundheit verändern.
Sie befinden sich hier:
Home » Cord Blood Month 2020
2020 erweist sich bereits aus vielen Gründen als ein entscheidendes Jahr, auch im Bereich der regenerativen Medizin. Während mit hämatopoetischen Stammzellen (HSC) aus Nabelschnurblut bereits 85 Krankheiten und Leiden behandelt werden können, werden dank der Fortschritte in der Stammzellenforschung mit zunehmender Geschwindigkeit neue Therapien entwickelt und erprobt.
Wussten Sie, dass es derzeit etwa 1.500 klinische Studien mit den in Nabelschnurblut vorkommenden HSC1 und MSC2 gibt? Da diese Zahl ständig wächst, entscheiden sich immer mehr Familien für Nabelschnurblutbanken für ihre Kinder bei der Geburt. Diese wertvolle Quelle von Stammzellen kann eine potenzielle „Lebensader“ für künftige Behandlungen darstellen.
Nabelschnurblut und neurologische Erkrankungen
Kürzlich hat die Future Health Biobank die Nabelschnurblutprobe eines Kunden freigegeben, um die Behandlung von Zerebralparese zu ermöglichen. Die bahnbrechende klinische Studie wurde an der Duke University3 an einem dreijährigen Mädchen mit ICP durchgeführt, wobei die in der Bank aufbewahrten Nabelschnurblut-Stammzellen ihres Bruders verwendet wurden. Bislang hat diese Studie gezeigt, dass eine Infusion von Nabelschnurblut-Stammzellen die motorischen Funktionen bei Patienten mit Zerebralparese verbessern kann.
In ähnlicher Weise haben sich mesenchymale Stammzellen aus Nabelschnurblut (MSC) auch als „sicher und wirksam“ für die Behandlung der motorischen und umfassenden Funktion bei Patienten mit Cerebralparese erwiesen. Diese neue therapeutische Evidenz vom Februar 20204 wird nun bei der Fortsetzung der klinischen Studien als wertvoller Bezugspunkt dienen.
In Europa befindet sich etwa eines von 100 Kindern auf dem Autismus-Spektrum5. Obwohl es keine Heilung gibt, befinden sich Nabelschnurblut-Stammzellen in der klinischen Erprobungsphase, um die Symptome zu bewältigen. Die Ergebnisse waren bei einer Reihe von Kleinkindern sehr vielversprechend, darunter auch bei den fünfjährigen Maxim aus der Ukraine.
Maxim erhielt eine experimentelle Therapie gegen Autismus mit seinen eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen, die seine Eltern bei seiner Geburt bei einer privaten Nabelschnurblutbank eingelagert hatten. Nach der ersten Transfusion und einer zweiten aus der Nabelschnurblutprobe seiner Zwillingsschwester stellten Maxim’s Eltern erstaunliche Verbesserungen seiner Kommunikationsfähigkeiten fest.
Während die Covid-19-Pandemie eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit darstellt, wenden sich die Wissenschaftler wieder einmal Nabelschnurblut-Stammzellen zu. In Asien, Europa und den Vereinigten Staaten laufen vielversprechende klinische Studien, in denen untersucht wird, ob Nabelschnur-HSCs und MSZs das akute Atemnotsyndrom (ARDS) behandelt werden könnte, da es sich dabei häufig um eine tödliche Komplikation von COVID-19 handelt.
Zwar gibt es im Zusammenhang mit Nabelschnurblut noch keine handfesten Beweise für die Behandlung von Covid-19, jedoch wurde eine neue klinische Studie gestartet, um eine mögliche Behandlung mit Nabelschnur-MSCs (mesenchymalen Stammzellen) zu untersuchen. Die Studie, die von der FDA sofort genehmigt wurde, wird an 24 Patienten mit Covid-19 durchgeführt.6
HSC aus Nabelschnurblut bieten Standardtherapien für eine Reihe von erblichen und blutverwandten Erkrankungen. Zwei der wichtigsten sind Typen von Leukämie und Anämie.
Obwohl diese Form der Leukämie selten ist, kann sie mit einer Infusion von Nabelschnurblut-HSCs geheilt werden. Im Juni 2019 wurde ein mit akuter lymphoblastischer Leukämie geborener Junge nach einer erfolgreichen Stammzellentherapie mit gespendetem Nabelschnurblut gerettet. In Kombination mit einer Chemotherapie war die Therapie von Harri zu 100% erfolgreich.
Der vierjährige Henrique litt an einer lebensbedrohlichen aplastischen Anämie. Dank einer Nabelschnurblutbank wurden seine, bei der Geburt eingelagerten, eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen verwendet, um ihn in einem Krankenhaus in Portugal zu behandeln. Die Stammzellen ersetzten Henriques beschädigte Blutzellen, die sich dann replizierten, um eine gesunde Blutzellzahl und die Funktion des Immunsystems wiederherzustellen. Die aplastische Anämie ist eine der 85 Krankheiten, die derzeit standardmäßig mit HSC behandelt werden.