Mit nur vier Jahren ist Henrique die erste Person in Portugal, der eine Infusion seiner eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen erhielt, die als autologe Nabelschnurblut-Transplantation bezeichnet wird. Die Stammzellen wurden verwendet, um Henrique erfolgreich in Remission von schwerer aplastischer Anämie zu versetzen.
Henriques Mutter traf die weise Entscheidung, die Nabelschnurstammzellen ihres jüngsten Sohnes nach der Geburt aufzubewahren, nachdem sie von den Vorteilen der privaten Nabelschnurblut-Banken erfahren hatte:
Vor vierzehn Jahren, als ich mit Guilherme schwanger war, erzählte uns ein Familienmitglied von der Kryokonservierung von Stammzellen. In Portugal wurde über diese Option gesprochen, aber wir fanden die Idee vor allem deshalb interessant, weil sich die Wissenschaft so schnell weiterentwickelt. Es war eine andere Art Krankenversicherung.
Als Henrique 9 Jahre später auf die Welt kam, beschlossen wir, die Zellen erneut zu lagern, nicht nur, um die Gleichstellung unserer Kinder zu gewährleisten, sondern auch, weil wir weiterhin der Meinung sind, dass die Zukunft einiger Bereiche der Medizin durch Stammzellen gehen kann… niemand konnte Henriques Krankheit vorhersagen.
Als bei dem Jungen erstmals eine aplastische Anämie diagnostiziert wurde, wurde er schnell in das Portugiesischer Institut für Onkologie (IPO) von Lissabon transferiert, wo er sich eine Chemotherapie unterzog. Seine Nabelschnurblutprobe war bereit und wartete darauf in eine autologe Stammzelltransplantation infundiert zu werden.
Aplastische Anämie ist eine seltene und lebensbedrohliche Immunschwächekrankheit, die durch das Versagen des Knochenmarks verursacht wird, das nicht genügend Blutzellen produzieren kann. Dies führt neben Blutungen und Infektanfälligkeit zu einer Reihe von Anämiesymptomen. Die einzige Möglichkeit, es langfristig zu behandeln, besteht darin, das Immunsystem des Patienten mit einer Stammzelltransplantation zu regenerieren.
Henriques autologe Stammzelltransplantation fand am 5. April dieses Jahres beim IPO statt. Als die Ärzte eine rasche Wiederherstellung seiner Blutzellen und seiner Immunfunktion bemerkten, durfte er bereits ein Monat nach der Transplantation wieder nach Hause gehen
Während sich sein Immunsystem wieder erholt, trägt Henrique in der Öffentlichkeit immer noch eine kleine Maske, um ihn vor Keimen zu schützen, führt aber ansonsten das normale, glückliche Leben eines Kleinkindes seines Alters mit seiner Familie.
Referenz:
https://parentsguidecordblood.org/


